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Dienstag, 24. Dezember 2002, 13:31


[3] apt-get / CVS - Usenet

Thorsten von Plotho-Kettner

Mir kam eben die Idee einer Textdatenbank im Web, die einen Paketbaum
ähnlich einem Debian-Mirror hat, wo ich dann mit apt-get Texte ziehen kann,
die nach /usr/txt/ wandern. Updatebar mit apt-get update texts und
upgradebar mit apt-get texts-upgrade. Kann man sich vorstellen, was ich
meine? Ist sowas realisierbar???
Sind nur ganz spontane Ideen jetzt, aber sie haben einen Sinn (für mich) ->
siehe Signatur. Was müsste ich verstehen / erlernen / begreifen/ Welche
Idee müsste ich noch haben / verwerfen?

Rudolf Polzer

> Mir kam eben die Idee einer Textdatenbank im Web, die einen Paketbaum
> ähnlich einem Debian-Mirror hat, wo ich dann mit apt-get Texte ziehen kann,
> die nach /usr/txt/ wandern. Updatebar mit apt-get update texts und
> upgradebar mit apt-get texts-upgrade. Kann man sich vorstellen, was ich
> meine? Ist sowas realisierbar???

Warum nicht CVS? Texte haben kaum Paketabhängigkeiten voneinander haben.

Als User macht man ein

cvs checkout text1

in /usr/txt um einen Text zum ersten Mal zu lesen (wenn die
Umgebungsvariablen wie CVSROOT sitzen). In diesem Verzeichnis kann man
dann alle Texte mit

cvs update *

auf den neuesten Stand bringen.

Aus Autorsicht ist das auch ganz praktisch, denn dabei können Änderungen
mehrerer Leute automatisch zusammengeführt werden. Ein User kann
ebenfalls Änderungen vornehmen, die beim update erhalten bleiben und die
er als Diff einschicken kann.


Rudolf Polzer(2)

> Rudolf Polzer wrote:
> > Scripsit ille Thorsten von Plotho-Kettner <thorsten@aus-satz.de>:
> >> Mir kam eben die Idee einer Textdatenbank im Web, die einen Paketbaum
> >> ähnlich einem Debian-Mirror hat, wo ich dann mit apt-get Texte ziehen
> >> kann, die nach /usr/txt/ wandern. Updatebar mit apt-get update texts und
> >> upgradebar mit apt-get texts-upgrade. Kann man sich vorstellen, was ich
> >> meine? Ist sowas realisierbar???
> >
> > Warum nicht CVS? Texte haben kaum Paketabhängigkeiten voneinander haben.
>
> Höchstens es handelt sich um Netzliteratur, die sich hyperlinktechnisch
> bedingt, oder war so etwas von dir eben ausgeschlossen?

Eigentlich schon, aber da lässt sich mit ein paar Skripten auch schon
was machen. Zum Beispiel eine Datei namens .depend in jedem Verzeichnis,
die angibt, worauf Links verweisen (kann man z.B. bei HTML automatisch
erzeugen lassen), und ein kleines Skript, das diese Dateien nach jedem
update oder checkout durchgeht und eventuell fehlende Texte lädt.

Aber Konflikte zwischen zwei Texten dürfte es dabei nun wirklich nicht
geben...

> > Als User macht man ein
> >
> > cvs checkout text1
> >
> > in /usr/txt um einen Text zum ersten Mal zu lesen (wenn die
> > Umgebungsvariablen wie CVSROOT sitzen). In diesem Verzeichnis kann man
> > dann alle Texte mit
> >
> > cvs update *
> >
> > auf den neuesten Stand bringen.
>
> Genau so hatte ich es gedacht.

BTW: Für Windows gibt es da auch ein paar schöne Frontends, die nicht
viel anders aussehen als ein FTP-Synchronisationstool.

> > Aus Autorsicht ist das auch ganz praktisch, denn dabei können Änderungen
> > mehrerer Leute automatisch zusammengeführt werden. Ein User kann
> > ebenfalls Änderungen vornehmen, die beim update erhalten bleiben und die
> > er als Diff einschicken kann.
>
> Das ist es, was ich suche. Danke. Wo finde ich gute Einstiegsseiten zu dem
> Thema, kennst du da was?

www.cvshome.org

Und gleich Vorsicht: verwende nicht die Kurzschreibweisen der
cvs-Befehle.
Bitte nicht.
Ich hatte schon einmal statt "commit" "co" geschrieben was für
"checkout" steht, und damit alle meine Änderungen auf einmal
überschrieben.
Wenn man die Befehle ausschreibt, passiert einem sowas nicht.

Bei CVS sollte man aber als Schreiber gerade beim Korrigieren von
Fehlern möglichst wenig am Zeilenumbruch ändern (daher würde ich als
Format sowas wie handgeschriebenes LaTeX oder HTML vorschlagen, so dass
der Zeilenumbruch bei der Anzeige erfolgt), denn eine neu umgebrochene
Zeile gilt für CVS (das hauptsächlich für Quellcodes verwendet wird) als
geänderte Zeile.
Evtl. wäre da eine Konvention wie "jeder Satz beginnt am Zeilenanfang"
sinnvoll, da dürfte diff (cvs vergleicht ziemlich genau damit) sich am
wenigsten stören.
Das sieht in diesem Posting etwas komisch aus, aber man kann sich daran
gewöhnen - und der Leser der Texte bekommt das nicht mit, da er sich nur
die fertigen PS- oder PDF-Dateien ansieht (bzw. die HTML-Dateien im
Browser).

Und noch ein Hinweis: lies niemals die Manpage von diesem Tool.
Sie ist verwirrend.
Posted by thorsten at 2002-12-24 13:31 | (no comments) | comment

Dienstag, 24. Dezember 2002, 13:27


[2] apt-get / CVS (Debian-User-DE)

In der Mailingliste kamen folgende Reaktionen:

Johannes Athmer:

> Paketbaum ähnlich einem Debian-Mirror hat, wo ich dann mit apt-get
> Texte ziehen kann, die nach /usr/txt/ wandern.

Sicherlich. Du könntest aus den Texten Debian-Pakete machen und die in
Debian-Mirrorstruktur aufbauen (frag mich nicht, wie das muss - da
können dir hier wohl andere Leute helfen.).

> Updatebar mit apt-get update texts und upgradebar mit apt-get
> texts-upgrade.

Das würde zwar gehen, du müsstest dafür aber den apt-source ändern usw.
Einfacher wäre es einen Server mit dem Debian-Tree zu machen, den die
Leute einfach so in /etc/apt/sources.list eintragen können.

> Kann man sich vorstellen, was ich meine?

Ja.

> Ist sowas realisierbar???

Realisierbar ist das in jedem Fall - selbst wenn du dir dein eigenes
"text-get" und "text-cache" programmieren müsstest ... ;)

> Sind nur ganz spontane Ideen jetzt, aber sie haben einen Sinn (für
> mich) -> siehe Signatur.

Ich finde die Idee interessant. :)
--
-Johannes




Thorsten von Plotho-Kettner

> > Mir kam eben die Idee einer Textdatenbank im Web, die einen
> > Paketbaum ähnlich einem Debian-Mirror hat, wo ich dann mit
> > apt-get Texte ziehen kann, die nach /usr/txt/ wandern.

> Sicherlich. Du könntest aus den Texten Debian-Pakete machen und
> die in Debian-Mirrorstruktur aufbauen (frag mich nicht, wie das
> muss - da können dir hier wohl andere Leute helfen.).

> > Updatebar mit apt-get update texts und upgradebar mit apt-get
> > texts-upgrade.

> Das würde zwar gehen, du müsstest dafür aber den apt-source
> ändern usw. Einfacher wäre es einen Server mit dem Debian-Tree zu
> machen, den die Leute einfach so in /etc/apt/sources.list
> eintragen können.

Ja, so war es gedacht in der Art. Für mich manchmal nicht so
einfach, da ich Ideen habe, dazu einen Grundgedanken, dann muss ich
aber wegen der technischen Umsetzung doch eher klein beigeben und
nachfragen. Für mich aber eben das Interessante, ich selbst
schreibe viel im Netz, dass sich die Möglichkeiten der
OpenSource-"Bewegung" und der Software eigentlich sehr gut auch für
das Netzschreiben einsetzen lassen. Mir geht es eben vorallem nicht
um ein starres Textarchiv wie zum Beispiel beim Gutenberg-Projekt,
sondern um alternierende Texte, die sich auch immer wieder ändern
können oder eben von einer "Textentwicklergemeinde" weiter ausbauen
lassen.

> > Kann man sich vorstellen, was ich meine?

> Ja.

Puh ;)

> > Ist sowas realisierbar???

> Realisierbar ist das in jedem Fall - selbst wenn du dir dein
> eigenes "text-get" und "text-cache" programmieren müsstest ... ;)

Da wären jetzt bei mir Schranken ;)

> > Sind nur ganz spontane Ideen jetzt, aber sie haben einen Sinn
> > (für mich) -> siehe Signatur.

> Ich finde die Idee interessant. :)



Johannes Athmer

>
> Mir geht es eben vorallem nicht um ein starres Textarchiv wie zum
> Beispiel beim Gutenberg-Projekt, sondern um alternierende Texte,
> die sich auch immer wieder ändern können oder eben von einer
> "Textentwicklergemeinde" weiter ausbauen lassen.

Wäre für soetwas nicht ein CVS-System interessant? Ich habe damit noch
nicht selber gearbeitet, habe aber gehört, dass da jeder (z.B. über
anonymous Login) Änderungen zu einer Datei einreichen kann, die jemand
erst freigeben muss. Interessant wäre dabei auch, dass bei CVS iirc auch
alte Versionen einer Datei gespeichert werden (keine Ahnung wie genau)
und somit die Funktion eines Archives erreicht werden könnte. :)


Thorsten von Plotho-Kettner

> > Mir geht es eben vorallem nicht um ein starres Textarchiv wie
> > zum Beispiel beim Gutenberg-Projekt, sondern um alternierende
> > Texte, die sich auch immer wieder ändern können oder eben von
> > einer "Textentwicklergemeinde" weiter ausbauen lassen.
>
> Wäre für soetwas nicht ein CVS-System interessant? Ich habe damit
> noch nicht selber gearbeitet, habe aber gehört, dass da jeder
> (z.B. über anonymous Login) Änderungen zu einer Datei einreichen
> kann, die jemand erst freigeben muss. Interessant wäre dabei
> auch, dass bei CVS iirc auch alte Versionen einer Datei
> gespeichert werden (keine Ahnung wie genau) und somit die
> Funktion eines Archives erreicht werden könnte. :)

Diesen Vorschlag bekam ich auf einem anderen Kanal auch schon. bin
gerade dabei, mir das hier durchzusehen:

www.gnu.org
www.cvshome.org


Wolfgang Kaufmann

> > Beispiel beim Gutenberg-Projekt, sondern um alternierende Texte,
> > die sich auch immer wieder ändern können oder eben von einer
> > "Textentwicklergemeinde" weiter ausbauen lassen.
>
> Wäre für soetwas nicht ein CVS-System interessant?

Kommt drauf an, aber vermutlich schon.

Bei Texten wird CVS zwar von einigen eher weniger geliebt, ich habe mit
CVS allerdings durchaus gute Erfahrungen bei Projekten in welchen mit
einer Handvoll an Leuten gemeinsam an einem etwas umfangreicheren
Dokument gearbeitet wird, gemacht.

> Ich habe damit noch nicht selber gearbeitet, habe aber gehört, dass da
> jeder (z.B. über anonymous Login) Änderungen zu einer Datei einreichen
> kann, die jemand erst freigeben muss.

CVS ist einigermaßen flexibel.

> Interessant wäre dabei auch, dass bei CVS iirc auch alte Versionen
> einer Datei gespeichert werden (keine Ahnung wie genau) und somit die
> Funktion eines Archives erreicht werden könnte. :)

* <http://www.cvshome.org/>
* <http://tldp.org/HOWTO/CVS-RCS-HOWTO.html>
* <http://www.loria.fr/~molli/cvs/cvs-FAQ/cvsfaq0.html>
* <http://www.fido.de/kama/cvs-de.html>
* <http://www.durak.org/cvswebsites/howto-cvs/>
* <http://www.badgertronics.com/writings/cvs/index.html>
* <http://www.linux-magazin.de/Artikel/ausgabe/1998/10/CVS/cvs.html>
* <http://www.linux-magazin.de/Artikel/ausgabe/1999/01/CVS/cvs2.html>
* <http://www.suse.de/de/private/support/howto/cvs/cvs.html>
* <http://www.suse.de/de/private/support/howto/cvs/cvs2.html>
* <http://cvsbook.red-bean.com/>

Wolgang Kaufmann

* Thus spoke Thorsten von Plotho-Kettner <thorsten@aus-satz.de>:
> Am Dienstag, 24. Dezember 2002 09:42 schrieb Wolfgang Kaufmann:
> > * Thus spoke Thorsten von Plotho-Kettner <thorsten@aus-satz.de>:
> > > Mir kam eben die Idee einer Textdatenbank im Web, die einen
> > > Paketbaum ähnlich einem Debian-Mirror hat, wo ich dann mit
> > > apt-get Texte ziehen kann, die nach /usr/txt/ wandern.
> > > Updatebar mit apt-get update texts und upgradebar mit apt-get
> > > texts-upgrade. Kann man sich vorstellen, was ich meine? Ist
> > > sowas realisierbar???
> > Die Idee ist sicherlich nicht ungut, allerdings kannst Du diverse
> > Dokumentation -- sofern sie in einem entsprechenden Paket
> > vorliegt -- ja ohnehin schon auf diese Art handhaben.
>
> mir ging es um die "Updatebarkeit" der Texte, die sich immer wieder
> durch Usereinfluss ändern werden. Dein Beispiel mit der
> LinuxGazette setzt "starren" Text voraus, oder?

Ein Artikel in einer bereits publizierten Ausgabe der LinuxGazette an
sich verändert sich im nachhinein vermutlich nicht, andere Texte
allerdings sehr wohl. Beispielsweise das "Debian Absichern Handbuch"
(harden-doc) allerdings schon, siehe:

* <http://www.debian.org/doc/manuals/securing-debian-howto/ch1.en.html#s-changelog>

| wk@berlin-mitte:~/TEX$ apt-cache show harden-doc
| Package: harden-doc
| [...]
| Description: Useful documentation to secure a Debian system.
| Harden-doc will install documentation an administrator can use
| to make a Debian system more secure.
| .
| The Securing Debian Manual
| from the Debian Documentation Project available at
| www.debian.org
| is included with this package.
Andreas Schockenhoff

> Mir kam eben die Idee einer Textdatenbank im Web, die einen
> Paketbaum ähnlich einem Debian-Mirror hat, wo ich dann mit apt-get
> Texte ziehen kann, die nach /usr/txt/ wandern. Updatebar mit
> apt-get update texts und upgradebar mit apt-get texts-upgrade. Kann
> man sich vorstellen, was ich meine? Ist sowas realisierbar???
> Sind nur ganz spontane Ideen jetzt, aber sie haben einen Sinn (für
> mich) -> siehe Signatur. Was müsste ich verstehen / erlernen /
> begreifen/ Welche Idee müsste ich noch haben / verwerfen?

> aussatz.antville.org FREIE TEXT IN FREIEN NETZEN
> Diskussion + Ideen + Brainstorming

Also ich habe da ein paar lesetips für Dich:
www.linuxwiki.de (Prinzip eines Wikis / Freitextdatenbank)
Mach doch einfach da mit. Es gibt auch nicht Linux Wikis. :-)
www.wikiservice.at

Danach ist natürlich cvs eine feine Sache:
www.linuxwiki.de
Man kann dann auch automatisch per Batch auschecken.
Oder es im Browser betrachten oder .....

rsync ist auch noch ein Kandidat:
www.linuxwiki.de

Per Paket ist interessant wenn man es an unbedarfte Debian User verteilen
willst (http://www.openoffice.de/linux/buch/macht das mit dem
Debian GNU/Linux Anwenderhandbuch).

Nachteile:
- Update ist immer alles auch wenn sich nur ein Buchstabe geändert hat
- Manche werden sich kein Paket von Irgendwo installieren wollen.
Vorteil:
- Sehr Einfach für Anwender
Posted by thorsten at 2002-12-24 13:27 | (no comments) | comment

Dienstag, 24. Dezember 2002, 13:19


[1] apt-get / CVS (Wortwaal)

Andreas Kneib entgegnete:

> Mir kam eben die Idee einer Textdatenbank im Web, die einen Paketbaum
> ähnlich einem Debian-Miroor hat, wo ich dann mit apt-get Texte ziehen
> kann, die nach /usr/txt/ wandern. Updatebar mit apt-get update texts
> und upgradebar mit apt-get texts-upgrade. Kannst du dir vorstellen,
> was ich meine? Ist sowas realisierbar???

Wenn überhaupt, dann nur mit einigem Aufwand. Dafür ist das Debian
Paketmanagementsystem nicht konzipiert. Warum versuchst Du es nicht mit
dem "Concurrent Versions System" CVS? Das ist dann zumindest
distributionsunanhängig verwendbar, denn nicht jeder Texter wird APT und
DEB-Pakete wollen, wenn er sich nicht gerade im Debian-Umfeld bewegt.
Ansonsten hätte Jörg 'Master of Knowledgemanagement' Wittkewitz bestimmt
noch einiges zum Thema Datenbanken auf Lager. ;)