electro:lounge : Tags : Diskussionsthread ---Open Music - Open Text --- (unsortiert)
Dienstag, 31. Dezember 2002, 17:09
Diskussionthread ---Open Music - Open Text--- (unsortiert)
Hallo,ich habe mich gestern mit einem Musiker über Open Music unterhalten. Auf
dem letzten Linux Tag wurde die Open Music License vorgestellt:
openmusic.linuxtag.org
es gibt drei Abstufungen die unterschiedlich restriktiv sind: green,
yellow, red.
Die OML ist wohl äquivalent zu GPL. Läßt sich so vermutlich auch auf die
Literatur im Internet übertragen, auch wenn es ungewöhnlich ist,
Literatur mit Lizenzen zu vertreiben.
Ein schönes neues Jahr wünscht
Enno E. Peter
On Mon, 30 Dec 2002 10:23:22 +0100, "Enno E. Peter"
<nop@berlinerzimmer.de> wrote:
>Die OML ist wohl äquivalent zu GPL. Läßt sich so vermutlich auch auf die
>Literatur im Internet übertragen, auch wenn es ungewöhnlich ist,
>Literatur mit Lizenzen zu vertreiben.
a) Textlizenzen gibbet ja schon, cf. www.oliver-gassner.de/presse/ und
da nach 'Open Content' suchen.
b) Ehm, Ennooooooo: Das Copyright IST (sozusagen) eine Lizenz. D.h.
das Urheberrecht bestimmt, was Du mit nem fremden Text machen darfst
(lesen, zu eigenen Zwecken kopieren, zitieren etc.) und was nicht.
Nichts anderes nennt man: "Lizenz" (IIRC: Erlaubnis).
c) Andererseits kann ich mich auch total irren. (IANAL)
OG
Am Montag, 30. Dezember 2002 13:11 schriebOG:
> On Mon, 30 Dec 2002 10:23:22 +0100, "Enno E. Peter"
> <nop@berlinerzimmer.de> wrote:
> >Die OML ist wohl äquivalent zu GPL. Läßt sich so vermutlich auch
> > auf die Literatur im Internet übertragen, auch wenn es
> > ungewöhnlich ist, Literatur mit Lizenzen zu vertreiben.
> a) Textlizenzen gibbet ja schon, cf.
> www.oliver-gassner.de/presse/ und da nach 'Open Content' suchen.
> b) Ehm, Ennooooooo: Das Copyright IST (sozusagen) eine Lizenz.
> D.h. das Urheberrecht bestimmt, was Du mit nem fremden Text
> machen darfst (lesen, zu eigenen Zwecken kopieren, zitieren etc.)
> und was nicht. Nichts anderes nennt man: "Lizenz" (IIRC:
> Erlaubnis).
> c) Andererseits kann ich mich auch total irren. (IANAL)
Die Abstufung nach den "Farben" ist aber schon interssant,
sicherlich kann man das auch auf "Netzliteratur" übertragen. Im
Falle der "Printliteratur" sind Copyrights genau geklärt, wie sieht
es denn wirklich speziell für die beiden Fälle "Literatur im Netz"
bzw. "Netzliteratur" aus? Genau dahingehend waren/ sind ja meine
Überlegungen nach "freien Texten in freien Netzen".
Stelle das hier wieder in Blog. Genehmigt, Danke ;)
Gruß,
Thorsten
On Mon, 30 Dec 2002 16:43:41 +0100, Thorsten von Plotho-Kettner
<thorsten@aus-satz.de> wrote:
>Die Abstufung nach den "Farben" ist aber schon interssant,
>sicherlich kann man das auch auf "Netzliteratur" übertragen. Im
>Falle der "Printliteratur" sind Copyrights genau geklärt, wie sieht
>es denn wirklich speziell für die beiden Fälle "Literatur im Netz"
>bzw. "Netzliteratur" aus? Genau dahingehend waren/ sind ja meine
>Überlegungen nach "freien Texten in freien Netzen".
Literatur steht unter Copyright, und wenn Du sie aufs Pflaster malst
oder in den Schnee ehm... ja.
Für Literatur im Netz oder Netzliteratiur gilt das selbe wie für
Literatur auf Papier, Mikrofilm, Papyrus und Diskette.
>Stelle das hier wieder in Blog. Genehmigt, Danke ;)
Hm? ;)
OG
Am Montag, 30. Dezember 2002 20:21 schrieb OG:
> On Mon, 30 Dec 2002 16:43:41 +0100, Thorsten von Plotho-Kettner
> <thorsten@aus-satz.de> wrote:
> >Die Abstufung nach den "Farben" ist aber schon interssant,
> >sicherlich kann man das auch auf "Netzliteratur" übertragen. Im
> >Falle der "Printliteratur" sind Copyrights genau geklärt, wie
> > sieht es denn wirklich speziell für die beiden Fälle "Literatur
> > im Netz" bzw. "Netzliteratur" aus? Genau dahingehend waren/
> > sind ja meine Überlegungen nach "freien Texten in freien
> > Netzen".
> Literatur steht unter Copyright, und wenn Du sie aufs Pflaster
> malst oder in den Schnee ehm... ja.
> Für Literatur im Netz oder Netzliteratiur gilt das selbe wie für
> Literatur auf Papier, Mikrofilm, Papyrus und Diskette.
Dann müsste man erstmal Literatur definieren. Und zwar in einem
Sinne, dass sie dem Netz entspricht. Netzliteratur bedient sich
auch den Mitteln des Netzes, sind also neben reinem "literarischem"
Text ebenso die Code-Schnippsel kopierrechtlich geschützt. Wie
sieht es mit <tag></tag>-Gerüsten aus, etc. pp. Inwieweit wird
Flash etc. von einem Kopierrecht "mitgeschützt". Was ist mit
Verlinkungen/ Hyperthreading, das in vielen Bereichen der
"Netzliteratur"/"Literatur im Netz" seine Verwendung findet. Steht
das augenblicklich mit unter der gleichen "Lizenz" wie der
"textliche" Anteil der "genetzten" Literatur? Dazu finde ich
keinerlei Angaben, wenn ich mich durch ergoogelte Seiten kämpfe.
> >Stelle das hier wieder in Blog. Genehmigt, Danke ;)
>
> Hm? ;)
Aha! ;)
TvPK
On Mon, 30 Dec 2002 20:47:26 +0100, Thorsten von Plotho-Kettner
<thorsten@aus-satz.de> wrote:
>> Für Literatur im Netz oder Netzliteratiur gilt das selbe wie für
>> Literatur auf Papier, Mikrofilm, Papyrus und Diskette.
>
>Dann müsste man erstmal Literatur definieren. Und zwar in einem
Ob was die akzeptable SChöpfungshöhe hat entscheidet der Richter und n
Gutachter ;) Das Copyright existiert ja nicht nur für
'Literatur-Literatur', sondernb für allerlei andere 'Werke'
auch. Bisher hatten Gerichte wohl selten Probleme.
>Sinne, dass sie dem Netz entspricht. Netzliteratur bedient sich
Irrelevant.
>auch den Mitteln des Netzes, sind also neben reinem "literarischem"
>Text ebenso die Code-Schnippsel kopierrechtlich geschützt. Wie
Was genau für 'Computerprogramme' gilt (also codierte Algoritmen)
weiss ich grad nicht auswendig, aber du darfst auch Programme nicht
'klauen' ;)
>sieht es mit <tag></tag>-Gerüsten aus, etc. pp. Inwieweit wird
Die sind auch nicht komplexer als n Buchdruck oder n Film.
>Flash etc. von einem Kopierrecht "mitgeschützt". Was ist mit
Auf GRafiken erwirbt der Hersteller Urheberrecht, logo.
>Verlinkungen/ Hyperthreading, das in vielen Bereichen der
>"Netzliteratur"/"Literatur im Netz" seine Verwendung findet. Steht
Geschützt ist das WERK, nicht die Buchstaben oder Striche oder Flecke.
(Also nicht das Link ist geschützt sondern das 'Ensemble' von
Text/GRafik/Technik etc. (alles IANAL)
Problematisch ist eher sowas wie:
oliver-gassner.de
(Das ja 'HTML-Strukturell eher simpelst ist ;) )
[[Man kann da noch mitmachen ;)]]
Wer ist da der Autor?
Aber ich bin mir relativ sicher, dass auch solche Dinge juristisch
nicht wirklich Neuland sind ;)
>das augenblicklich mit unter der gleichen "Lizenz" wie der
>"textliche" Anteil der "genetzten" Literatur?
Copyright hat mit Text an sich nicht viel zu tun sondten besteht auf
'werke' wie die realisiert sind ist realtiv Blutwurst. (Gut, manchmal
gelten andere SChutzfristen, aber das ist für die Gerichte dann was
zum Rumspielen.)
>Dazu finde ich
>keinerlei Angaben, wenn ich mich durch ergoogelte Seiten kämpfe.
Musste halt mal n Urheberrechtsdingtens durchlesen ;) (AHb ich auch
nicht getan sondern mir meien 'Kenntnisse' in den Diskussionen im netz
seit 1996 erworben ;) )
OG
Moin.
OG> a) Textlizenzen gibbet ja schon, cf. www.oliver-gassner.de/presse/ und
OG> da nach 'Open Content' suchen.
Ja. Aber was Enno wohl bisher vermisst ist ein allgemein anerkannter
Standard für Lizenzen im Bereich "Open Content". Da ist er auch nicht
der einzige. Ich hab gelegentlich auch schon überlegt, was man
eigentlich mit Fragmenten rein lizenzrechtlich anstellen kann, außer
sie in der Schublade verschimmeln zu lassen. Also Fragmente, aus denen
man an sich was machen könnte, wozu man selbst aber keine Lust hat.
Das selbst juristisch zu definieren (à la "auf Link xy klicken und Ihr
findet Open Content, mit dem Ihr unter Bedingungen ABC die Dinge IJK
anstellen dürft ...") ist viel zu kompliziert. Wenn man Fragmente mit
dem Etikett "Open Content, rote Lizenz" irgendwo hinstellen
kann, ist das doch viel einfacher. Dann guckt man eben nach
einem halben Jahr mal nach, ob jemand (mit Einhaltung der Regeln
natürlich) was draus gebastelt hat. Da fehlt derzeit was, weil
das Urheberrecht sowas wie Fragmente (vgl. auch Samples in der Musik)
vom Ursprung her eigentlich gar nicht kennt und das daher mühsam
zusammendefiniert werden muss ...
Äh, was wollte ich ursprünglich nochmal sagen?
;-)
Wodile
www.wodile.de
Am Montag, 30. Dezember 2002 21:35 schrieben W.:
> Moin.
> OG> a) Textlizenzen gibbet ja schon, cf.
> www.oliver-gassner.de/presse/ und OG> da nach 'Open Content'
> suchen.
>
> Ja. Aber was Enno wohl bisher vermisst ist ein allgemein
> anerkannter Standard für Lizenzen im Bereich "Open Content". Da
> ist er auch nicht der einzige. Ich hab gelegentlich auch schon
> überlegt, was man eigentlich mit Fragmenten rein lizenzrechtlich
> anstellen kann, außer sie in der Schublade verschimmeln zu
> lassen. Also Fragmente, aus denen man an sich was machen könnte,
> wozu man selbst aber keine Lust hat. Das selbst juristisch zu
> definieren (à la "auf Link xy klicken und Ihr findet Open
> Content, mit dem Ihr unter Bedingungen ABC die Dinge IJK
> anstellen dürft ...") ist viel zu kompliziert. Wenn man Fragmente
> mit dem Etikett "Open Content, rote Lizenz" irgendwo hinstellen
> kann, ist das doch viel einfacher. Dann guckt man eben nach einem
> halben Jahr mal nach, ob jemand (mit Einhaltung der Regeln
> natürlich) was draus gebastelt hat. Da fehlt derzeit was, weil
> das Urheberrecht sowas wie Fragmente (vgl. auch Samples in der
> Musik) vom Ursprung her eigentlich gar nicht kennt und das daher
> mühsam zusammendefiniert werden muss ...
Netzliteratur ist bewegliche Literatur, genau darum geht es. Auch
mir im Blog. Denn für mich ist "Literatur im Netz"/"Netzliteratur"
was anderes als "Closed" Printliteratur, das wollte ich vorhin auch
OG klar machen (Antwort auf seine letzte Mail kommt noch). Und für
diese "Content/ Open Content"-Literatur fehlt mir noch so einiges
an Lizenzzeugs, um es mal platt zu sagen. Daher informiere ich mich
und denke (selbst). DRM for texts!
Thorsten
On Mon, 30 Dec 2002 21:48:38 +0100, Thorsten von Plotho-Kettner
<thorsten@aus-satz.de> wrote:
>Netzliteratur ist bewegliche Literatur, genau darum geht es. Auch
>mir im Blog. Denn für mich ist "Literatur im Netz"/"Netzliteratur"
>was anderes als "Closed" Printliteratur, das wollte ich vorhin auch
>OG klar machen (Antwort auf seine letzte Mail kommt noch). Und für
>diese "Content/ Open Content"-Literatur fehlt mir noch so einiges
>an Lizenzzeugs, um es mal platt zu sagen. Daher informiere ich mich
>und denke (selbst). DRM for texts!
Warum genau brauche ich andere Copyrigtbedingungen _bloß_ weil
Textschnipsel DAZUKOMMEN? (und zwar jeweils vom Urheber markierte?)
LÖSCHEN ist n Problem (das verbietet z.B. meine Lizenz solange der
Sinn verzerrt wird.
DRM ist schon bei Musik, sagen wir mal, umstrittenst. Wenn Du das für
Texte hast, auau.
Nix gegen das "selber denken", aber wenn jeder seine eigene Suppe
kocht, dann kommen wir nicht weiter.
Ich guck was es gibt und nehm, wenn es was gibt, das was mir passt.
OG
Moin.
TvPK> Denn für mich ist "Literatur im Netz"/"Netzliteratur"
TvPK> was anderes als "Closed" Printliteratur
Bist Du Dir sicher, dass Du nicht auf ein Zitierrecht anspielst und
Deine Wünsche somit eigentlich schon längst alle erfüllt sind?
Zitieren darfst Du natürlich auch in einem Blog. Linkst Du zur Quelle,
haste quasi auch die Fußnote mit drin. Wozu brauchst Du dann noch
eine GPL? Ich wüsste im Bereich der Blogs keine Verwendung für sowas.
Eine GPL benötigst Du dagegen bei einem WERK, das von verschiedenen
Personen etappenweise weiterentwickelt wird (auch mit Verzweigungen in
der Entwicklungs-Historie).
Gruß
Wodile
www.wodile.de
Am Montag, 30. Dezember 2002 22:01 schrieb W.:
>
> TvPK> Denn für mich ist "Literatur im Netz"/"Netzliteratur"
> TvPK> was anderes als "Closed" Printliteratur
>
> Bist Du Dir sicher, dass Du nicht auf ein Zitierrecht anspielst
> und Deine Wünsche somit eigentlich schon längst alle erfüllt
> sind?
Ja Wodile, bin ich mir, weil wir anscheinend hier gerade aneinander
vorbei reden. Mir geht es nicht vordergründig um Blogs, das hatte
ich nur angeführt, weil ich hier (auch diese Diskussion) relevante
Texte und Mails zum Gespräch über "freie Texte in freien Netzen"
"mitschneide" -> aussatz.antville.org
> Zitieren darfst Du natürlich auch in einem Blog. Linkst Du
> zur Quelle, haste quasi auch die Fußnote mit drin. Wozu brauchst
> Du dann noch eine GPL? Ich wüsste im Bereich der Blogs keine
> Verwendung für sowas. Eine GPL benötigst Du dagegen bei einem
> WERK, das von verschiedenen Personen etappenweise
> weiterentwickelt wird (auch mit Verzweigungen in der
> Entwicklungs-Historie).
Also bei einem CVS-System ;) Oder einen Wiki. Aber nicht bei einem
Blog? Um jetzt doch kurz in deine "Richtung" abzubiegen!
Gruß,
Thorsten
www.aus-satz.de
Moin.
TvPK> weil wir anscheinend hier gerade aneinander
TvPK> vorbei reden.
Sowas ist doch seit bald 8 Jahren meine "Lieblingsbeschäftigung".
Grund dafür ist wohl so ne Art Netz-Tinnitus, verursacht von laut
brüllenden Mitgliedern längst vergangener Mailinglisten ... ;-).
TvPK> Mir geht es nicht vordergründig um Blogs, das hatte
TvPK> ich nur angeführt, weil ich hier (auch diese Diskussion) relevante
TvPK> Texte und Mails zum Gespräch über "freie Texte in freien Netzen"
"mitschneide" ->> aussatz.antville.org
Guck Dir doch mal an, was so über "Pressespiegel" geschrieben wird. Da
könntest Du eventuell fündig werden. Nur dass Du wohl das Glück hast, es
teilweise mit Dingen zu tun zu haben, die mangels "Schöpfungshöhe"
kaum "Werk"-Eigenschaft haben (genau nachforschen). Das macht die Sache
leichter.
TvPK> Also bei einem CVS-System ;) Oder einen Wiki. Aber nicht bei einem
TvPK> Blog? Um jetzt doch kurz in deine "Richtung" abzubiegen!
Seh ich ungefähr so, ja. Weil ein Blog aus meiner IANAL-Sicht eher
eine Datenbank ist (gerade Deins) und sich damit der klassischen
Werk-Eigenschaft entzieht, die auch GPLs voraussetzen. Meine gedachte
Richtung ist ja genau umgekehrt - Fragmente würden bewusst zur
Weiterverarbeitung unter Lizenzbedingung XYZ bereitgestellt. Du
sammelst dagegen Fragmente und stößt dabei natürlich auf zig verschiedene
Lizenzbedingungen von LizenzGEBERN. Die kannst Du aber gar nicht
ändern, weil Du nun mal der LizenzNEHMER bist. Deshalb mein ich ja,
dass Dir eine GPL gar nichts nützen würde. Der GEBER bestimmt bei
sowas letztendlich immer die Regeln.
Gruß
Wodile
www.wodile.de
On Mon, 30 Dec 2002 23:00:39 +0100, Wolff 'wodile' Lehmann
<listen@wodile.de> wrote:
>Seh ich ungefähr so, ja. Weil ein Blog aus meiner IANAL-Sicht eher
>eine Datenbank ist (gerade Deins) und sich damit der klassischen
>Werk-Eigenschaft entzieht, die auch GPLs voraussetzen. Meine gedachte
Ehm, auf Datenbanken (auch Linklisten z.B.) erwirbt der Ersteller
Urheberrecht. Aber wer ist der Ersteller bei einem Community blog?.
>Richtung ist ja genau umgekehrt - Fragmente würden bewusst zur
>Weiterverarbeitung unter Lizenzbedingung XYZ bereitgestellt. Du
>sammelst dagegen Fragmente und stößt dabei natürlich auf zig verschiedene
>Lizenzbedingungen von LizenzGEBERN. Die kannst Du aber gar nicht
>ändern, weil Du nun mal der LizenzNEHMER bist. Deshalb mein ich ja,
Es gibt 3-4 Open Content Licenses, die sind deutlich übersichtlicher
als das Urheberrecht, das sonst gelten täten würde. Wer sich DIE Mühe
nicht macht, der will halt ggf. auch meinen Text nicht nutzen.
>dass Dir eine GPL gar nichts nützen würde. Der GEBER bestimmt bei
>sowas letztendlich immer die Regeln.
Ehm, ja. ;)
OG
Am Montag, 30. Dezember 2002 23:00 schrieben Wodile:
Hallo,
> TvPK> Also bei einem CVS-System ;) Oder einen Wiki. Aber nicht
> bei einem TvPK> Blog? Um jetzt doch kurz in deine "Richtung"
> abzubiegen!
>
> Seh ich ungefähr so, ja. Weil ein Blog aus meiner IANAL-Sicht
> eher eine Datenbank ist (gerade Deins) und sich damit der
> klassischen Werk-Eigenschaft entzieht, die auch GPLs
> voraussetzen.
[...]
Aber auf die einzelnen Beiträge, die ja (in "meinem" Falle kopiert
sind) "fremd" sind, auch eine Lizenz (gemäß GPL) greifen.
Mit <<<Open Content>>>, wie ich ihn schon mehrfach benannte, meine
ich "bewegliche" Literatur, die (im Netz) kopierbar/ und auch
verlinkbar ist und so immer wieder in neue kontextuelle
Zusammenhänge gebracht wird. Noch deutlicher vielleicht bei Wikis,
die ja sogar <<<umschreibbar>>> sind, dagegen sind Mailinglisten
und Blogs, die auf Kontinuitätsetzen, eher "starr", aber ja immer
noch "kommunikativer" als feste Webseiten oder gar Printliteratur.
Daher meine Überlegungen eher in Richtung <<<GPL für bewegliche
Texte und deren (Netz-)Transport (CVS, FTP, P2P etc.).
> Meine gedachte Richtung ist ja genau umgekehrt -
> Fragmente würden bewusst zur Weiterverarbeitung unter
> Lizenzbedingung XYZ bereitgestellt. Du sammelst dagegen Fragmente
> und stößt dabei natürlich auf zig verschiedene Lizenzbedingungen
> von LizenzGEBERN. Die kannst Du aber gar nicht ändern, weil Du
> nun mal der LizenzNEHMER bist. Deshalb mein ich ja, dass Dir eine
> GPL gar nichts nützen würde. Der GEBER bestimmt bei sowas
> letztendlich immer die Regeln.
Genau ein Lizenzprogramm für die "Weitergabe" wäre interessant,
nicht die Veränderbarkeit der Texte.
Gruß,
Thorsten
On Mon, 30 Dec 2002 22:01:03 +0100, Wolff 'wodile' Lehmann
<listen@wodile.de> wrote:
>Ich wüsste im Bereich der Blogs keine Verwendung für sowas.
Denk mal an ein Community Blog. Wer hat da das Urheberrecht? Wenn Du
das z.B. spiegel willst musste ALLE loger einzeln fragen (denk ich,
IANAL).
(Aber so arg vom Reprint z.B. einer Zeitschrift ist das auch nicht
verschieden...)
IMO dürften 99% unserer vorgeblichen Probleme rechtlich
unproblematisch bzw. gelöst sein.
OG
On Mon, 30 Dec 2002 21:35:23 +0100, Wolff 'wodile' Lehmann
<listen@wodile.de> wrote:
>Moin.
>
>OG> a) Textlizenzen gibbet ja schon, cf. www.oliver-gassner.de/presse/ und
>OG> da nach 'Open Content' suchen.
>
>Ja. Aber was Enno wohl bisher vermisst ist ein allgemein anerkannter
>Standard für Lizenzen im Bereich "Open Content".
Definiere allgemeijn Anerkannt. ich nutze jetzt seit 2 Jahrrn nach
kurzer Orientierungs und Beratungsphase die Lizenz die ich nutze und
hab schon wieder vergessen, wie sie heisst. Klicke auf _irgend nen
text unter www.oliver-gassner.de/presse/ , da steht der text jeweils
drunter.
>Da ist er auch nicht
>der einzige. Ich hab gelegentlich auch schon überlegt, was man
>eigentlich mit Fragmenten rein lizenzrechtlich anstellen kann, außer
>sie in der Schublade verschimmeln zu lassen. Also Fragmente, aus denen
>man an sich was machen könnte, wozu man selbst aber keine Lust hat.
>Das selbst juristisch zu definieren (à la "auf Link xy klicken und Ihr
>findet Open Content, mit dem Ihr unter Bedingungen ABC die Dinge IJK
>anstellen dürft ...") ist viel zu kompliziert.
Mit Verlaub, anders geht es nicht. Sonst braichte in Internationales
bakommen und das ist etwas problematischer.
>Wenn man Fragmente mit
>dem Etikett "Open Content, rote Lizenz" irgendwo hinstellen
>kann, ist das doch viel einfacher.
Ehm, und ohne Link wo man die findet? Was ist daran jetzt _besser_?
>Dann guckt man eben nach
>einem halben Jahr mal nach, ob jemand (mit Einhaltung der Regeln
>natürlich) was draus gebastelt hat. Da fehlt derzeit was, weil
>das Urheberrecht sowas wie Fragmente (vgl. auch Samples in der Musik)
>vom Ursprung her eigentlich gar nicht kennt und das daher mühsam
>zusammendefiniert werden muss ...
Ja, ehm. Wenn es kein Werk ist kannste es auch nich schützen, also
"Boy-Wesen trifft Girl-Wesen, deren Familien killen sich gegenseitig
deswegen." ist nicht schützbar.
Und das ist auch ehm, ja, gut so. Ne?
>Äh, was wollte ich ursprünglich nochmal sagen?
Sag mir doch konkret, was an meiner Verfahrensweise mit meinen
PÜresetexten ungut ist. (Ja, das wird und wurde mehrfach genutzt, in
nem Fall kürzlich "natürlich" ohne Übernahme der Lizenzbedingungen,
aber wenn NIX da steht gilt halt das "enge" normale Copyright.
IN einem Fall hab ich geagt: Danke für Textübernahme und so, fragen
wäre trotzdem lieb gewesen, krieg ich eure CD? War dann 3 Tage später
im Kasten ;) [Ich glaub dei hatten auch Photos übernommen.]
OG
Hallo Wolff et al.,
mir geht es zunächst wirklich nur um die Lizenzen (Thorsten ist da
gedanklich weiter). Vielleicht versuchen wir eine deutschsprachige
Version zu erstellen, die dann an mehreren Stellen referenzierbar
einsehbar ist? Das wäre ein guter Start für 2003.
Sind denn wirklich alle Fälle (Aufführung, Abdruck, Lesung etc.)
abgedeckt?
Enno E. Peter
On Mon, 30 Dec 2002 23:14:42 +0100, "Enno E. Peter"
<nop@berlinerzimmer.de> wrote:
>Sind denn wirklich alle Fälle (Aufführung, Abdruck, Lesung etc.)
>abgedeckt?
Andersrum, wenn ich mich recht entsinne, es ist erstmal alles erlaubt
und Du musst ggf. sagen, was Du einschränkst.
OG
