Montag, 30. Dezember 2002, 22:48
kein wort. wieder mal. es ist mir schon etwas peinlich. immer wenn ich nichts mehr zu schreiben habe, tippe ich hier. und wiederhole den refrain meines beliebten "ich kann nicht mehr schreiben"-liedes. und würde es nicht helfen, ich würde es nicht mehr tun. aber es zu schreiben ist gut. und plötzlich von irgendwo in mir oder vielleicht außerhalb meiner selbst ändert sich etwas und worte beginnen zu fließen. texte wollen wieder geschrieben werden, gedichte klopfen an und bitte darum, ob ich vielleicht mal einen moment zeit hätte. und ich nehme den stift und das papier und schreibe sie auf. oder tippe sie, falls ich gerade am rechner sitze. aber die meisten "meiner" wortsammlungen scheinen den rechner eher zu scheuen.
sie beginnen sich auch zu sträuben, wenn ich versuche, sie vom handgeschriebenen in etwas getipptes zu verwandeln. manche verändern ihre farbe, andere ihre melodie, andere scheinen ihre substanz aufzulösen. weiß nicht, wie es geschieht. ich habe von dieser ganzen sache eh nicht viel ahnung. ich schreibe eben, was sie wollen, mehr ist es nicht. sie wissen, wie sie geschrieben werden wollen und zischen mir bissig ins ohr, wenn ich es wage, irgendwelche veränderungen zu machen.
"hörst du nicht zu?"
"ich dachte doch nur..." widerspreche ich schwach.
doch sie schauen mich an, als sei ich eine trotteline und diktieren sich selbst weiter.
eigentich bin ich nur so eine art sekretärin und noch nicht mal das mache ich besonders gut, denn ich vergesse öfter mal, wie die rechtschreibung "richtig" geht und ziehe die kleinschreibung der allgemeinen groß- und kleinschreibung vor.
wie dem auch sei. meine worteschüssel ist wieder voll. ich bin zufrieden. trotz allem haben sich einige worte gefunden, zusammengesammelt. so sieht ein erfolgreicher tag aus: ich habe geschrieben.
sie beginnen sich auch zu sträuben, wenn ich versuche, sie vom handgeschriebenen in etwas getipptes zu verwandeln. manche verändern ihre farbe, andere ihre melodie, andere scheinen ihre substanz aufzulösen. weiß nicht, wie es geschieht. ich habe von dieser ganzen sache eh nicht viel ahnung. ich schreibe eben, was sie wollen, mehr ist es nicht. sie wissen, wie sie geschrieben werden wollen und zischen mir bissig ins ohr, wenn ich es wage, irgendwelche veränderungen zu machen.
"hörst du nicht zu?"
"ich dachte doch nur..." widerspreche ich schwach.
doch sie schauen mich an, als sei ich eine trotteline und diktieren sich selbst weiter.
eigentich bin ich nur so eine art sekretärin und noch nicht mal das mache ich besonders gut, denn ich vergesse öfter mal, wie die rechtschreibung "richtig" geht und ziehe die kleinschreibung der allgemeinen groß- und kleinschreibung vor.
wie dem auch sei. meine worteschüssel ist wieder voll. ich bin zufrieden. trotz allem haben sich einige worte gefunden, zusammengesammelt. so sieht ein erfolgreicher tag aus: ich habe geschrieben.
