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Mittwoch, 13. November 2002, 13:08


Die Diskussion gewinnt an Substanz


[...]


> >> Wessen Texte? Die dritter Urheber, ja?

> >Auch, ja, mit deren Zustimmung, ohne dass sie die Rechte an ihren
> >Texten allerdings verlieren. Wie und ob das möglich ist, genau
> > darum geht mir erstmal die Diskussion. Einfach so mal eben machen
> > würde und wollte ich das nie. Außerdem werde ich das alleine wohl
> > kaum erreichen können. Daher das blog und die "Werbung", dass
> > sich auch andere Menschen Gedanken machen (können), wenn sie
> > diese Idee gut finden, befürworten, oder ihr total absagen und
> > entgegenstehen.

> Also, Knackpunkt:

> Selbst bei "freien" Texten nach dem Linux-Modell (GPL) will man
> zwei Dinge NICHT was man bei Porghrammen WILL: Nämlich

> Ohne Rückfrage/Genehmigung:
> a) verändern b) Publizieren gegen Geld.

Genau.


> Bei a) Haste ja schn zugestimmt (wobei es Textformen gegebn kann,
> die das wünschen z.B. Linklisten, Glossare)

Klar. Oder wenn es jemand explizit im Bezug auf seine Texte wünschen würde.

> Bei b) hast Du eingeschränkt, dass nur Medienkosten eingesammelt
> werden dürfen. Auch das kann problematisch sein.

Inwiefern? Es müsste ein Standardsatz angegeben werden.

> >> >Da biegst du grade mit deinem
> >> >"Schreibcommunitygedanken" im Netzraum auf "gemeinsamen
> >> >Servertreffpunkten" vom Eigentlichen ab.
> >>
> >> Hat mit Schreibcommunity gar nix zu tun.
> >> Sondern damit unter welcher Lizenz Leute ihre Texte willentlich
> >> publizieren.
> >
> >Welches Projekt war es, das du also meintest?

> Netlit-Portal, Groove (was man da gemacht hätte war ja offen, ob
> Kunst oder Info), Netlit-Blog.

Das Netlit-Portal war so kompliziert. Das Netlitblog, hm, Blogs sind irgendwie problematisch, nenn es Gefühl, wenn du magst. Dann wohl am ehesten Wiki mit Passwortschutz und freien Bereichen in Kombination.


> >> Ich weiss schon was ich meine, wenn ich 'digital' sage.

> >Ich auch.

> Gut. Dann meinst Du mit "digital" wohl was komplett anderes als ich
> ;) (Auch Daten auf Servn und in p2p-Netzen können vergänglich
> sein.)

Die Natur der Sache. Aber man kann dagegen etwas tun.


> >> D.h. Du willst offenbar auf eine Genehmigung des Urhebers
> >> verzichten können. Die OPL sieht dei halt in betsimmten Fäöllen
> >> vor WENN der Urheber das gerne so hätte. Und WENN er das gerne
> >> so hätte, dann wird man wohl warten oder verzichten müssen.
> >
> >Nein, sondern es im Vorfeld generell klären. Im Individualfall
> > dann eben auf die Hergrebrachte Methode. Wie so etwas aussehen
> > kann, dazu kommen so langsam Ideen.
> >
> >> Wenn der Urheber ALLES freigibt, dann... hm... Faktisch kann
> >> dann n Driter den text verändern und unter dem ursprünglichen
> >> Manen publizieren, den lässt man also auch glech weg und hat
> >> nahezu den einzigen Vorteil verspielkt, den das 'open'-Konzept
> >> für _texte_ bietet.
> >
> >Es geht nicht um "ALLES" freigeben, sondern nur die
> >"Netz"-Verbreitungs- und Publikationsrechte.
>
> Und CD, ja? Das Urheberrecht ist ja im wesentlichen ein recht zur
> Kontrolle der Verbreitung (und der Zuschreibung) eines 'stabilen'
> Werkes. Wenn man das im Netzkonbtext lockert muss man halt doch in
> gewissen Grenzen Limits einführen deren Überschretung einer
> Einzel-Genehmigung bedarf. (Alles IMO.)

Darum geht es. Ganz frei kann es nicht sein, das ist klar. Sonst hätten wir den Dschungel im Netz. Aber "frei" meint nicht "Freibier".


> So man die Limits zu eng formuliert überholt einem binnen Wochen
> die Technik (cf p2p). So man sie zu sehr lockert: Ist der Text
> 'flöten'.

Diesen schmalen Pfad muss man ausloten.

> >Nicht die Rechte am
> >"unveränderten" Text.
>
> Du hast Dir die verschiedenen 'open text' Lizenzen schon angesehen?
> Die tn genau das und schaffen Möglichkeiten zur Kontrolle von
> Veränderung und Verbreitung gegen Geld.

Ich klopfe sie grade ab, markiere Passagen und kritzle, kritzle, kritzle.

> >> Das Fundament kommt vor dem gerüst. Gerüste hab ich jede
> >> Menge... (viele unrealisierte ;) ) bewohnbar sind nur Häuser.

> >Erstmal muss ich den Bauplatz haben!

> As I said: It exists.

Baupläne?

> >Unrealisierte Gerüste. Oliver, sagtest du nicht mal "Nicht denken,
> >machen" ;)
>
> Ich mach ja längst, ich warte nur auf ein : "Ich hab Zugang zu
> edonkey", dann werf ich meine Artikel dort rein und Du kannst
> testen. Ich weiss seit heut nach auch auf welcher Domain ich ggf.
> dannw as aufsetze: cyberabad.de ;)

Donkey läuft unter Linux, aber ich such noch immer nach was anderem. Ich melde mich.

> >> >Es geht mir nicht nur um meine, um die mal ganz hinten. Eher um
> >> > viele, die wahllos im Netz liegen. Diese Dokumente gibt es.
> >>
> >> Also Inhalte Dritter?
> >
> >Auch. Vorallem. Ja. So viel habe ich noch nicht geschrieben ;)
>
> Denen muss man _sehr_ genau sagen können was mit den Rechten ist.

Ich klopfe ab und kritzle.

> >> >Oder man kommt
> >> >an sie nicht heran. Wie Dokumente, die in Bibliotheken gehortet
> >> >werden, etc.
> >>
> >> Diese bösen, bösen Bibliotheken.
> >
> >Dazu verweise ich auf meinen Gedanken der "Information, die allen
> >zugänglich ist", weil sie elektronisch in allen Bibs und evtl auf
> >deren Servern gleich und frei zugänglich ist (elektronische
> >Fachzeitschriften etc. eingeschlossen, General"abgabe" an die
> >Macher?)


[...]

> >Ja, indem sie anhand vorheriger "Bestimmungen und Absprachen"
> >gebrandet wird, zum Beispiel in Form eines PDFs. Sollte möglich
> > sein.

> Naja, aus PDFs die Daten zu extrahieren ist eher trivial.

Da muss es was geben. Ich google immer mal wieder.

> >> Und "Netlit" _kann_ auch n Prog sein, gell?

> >Neuer Aspekt!

> Yep, und n Flash und ... (wer weiß was morgen kommt.)

Aber das müsste zu realisieren sein.


[...]
Posted by thorsten at 2002.11.13, 13:08 | comment